Sommer Sonne Sonnenschein….
Mit dem Campingstuhl gegen Atomkraft
In ganz Deutschland haben am 21.08.2010 4000 Menschen einfach mal abgeschaltet. Mit Strandoutfit und Campingstühlen ausgestattet zogen die Demonstrant_innen durch die Städte Deutschlands, um den Platz zu finden, an dem sie endlich mal bei gleißendem Sonnenschein abschalten können. Nicht nur sie selbst, sondern vor allem die Atomkraft!
So auch in Frankfurt am Main.
Die Grüne Jugend Aschaffenburg und die Grünen Jugend Frankfurt waren dabei.
Für die Grüne Jugend Aschaffenburg war dies eine angenehme Gelegenheit neben den Tätigkeiten im vertrauten bayerischen Lande, den Sprung ins fremde Hessen zu wagen. Mitten in den Sommerferien und mit strahlender Sonne im Rücken wurde die 30 minütige Fahr nach Frankfurt zu einem angenehmen Trip, während dem man sich, ganz im Sinne der Aktion, mit Anti-Atom Klebeband schmückte und das „Abschalten“ zum zentralen Credo der Reise machte. Bevor sich die 9 MitfahrerInnen der Grünen Jugend Aschaffenburg versahen, waren sie auch schon im schönen Frankfurt.
Dort war viele Menschen, die Atomkraft satt haben, aber die GJ Frankfurt am Main irgendwie nicht. Sie verspäteten sich wie immer….
Die Demonstration verlief ganz nach dem Motto: Einfach mal abschalten. Entspannt schlenderte die Gruppe von der Hauptwache, einem Platz im Zentrum Frankfurts zu einer schmalen FußgängerInnenbrücke, die an Wochenenden immer viel benutzt wird, dem Eisernen Steg, klappten ihre Campingstühle auf und genossen die Mittagssonne.
Unterbrochen wurde diese friedliche Stimmung nur immer wieder von vorübergehenden Bürger_innen, die über die nur so schmale Gasse, die zwischen uns offen blieb, sehr verärgert waren oder durch kleine Demoparolen, die das sofortige Abschalten aller Atomkraftwerke zum Inhalt hatten.
Das war nur eine kleine Aktion. Sie bedeutet aber auch einen Auftakt in den heißen Herbst, in dem das Energiekonzept der Bundesregierung beschlossen und werden soll, das wahrscheinlich keine wirkliche Lösung des Klimawandels berücksichtigt, mehr die Endlagerung von CO2 mit der CCS- Technik, und eine Atomkraftwerkslaufzeitverlängerung bedeutet.
Ende September will das Kabinett sein Konzept verabschieden. Die damit einhergehenden Gesetzesänderungen sollen im Oktober durch Parlament.
Auf jeder kleinen Aktion können wir klar machen, dass wir das scheiße finde, dass wir keine zerstörte Natur haben wollen und dass Laufzeitverlängerungen erst recht keine Lösung des Problems sind.
In diesem Herbst gibt es viele Möglichkeiten das zu zeigen: auf der Anti- Atom Demo in Berlin am 18.09., in der internationalen Klimaaktionswoche (10.10.-17.10.) und in Gorleben.






