Kurzer GJ Frankfurt Bericht zur Anti-Nazi-Demo am 7.11.
Zu ungewohnt früher Stunde haben wir uns am vergangenen Samstag aus dem Bett gequält, um die Reise nach Friedberg anzutreten, denn die Nazis hatten beschlossen, nach der misslungenen Aktion im Sommer noch einen zweiten Versuch zu unternehmen, in Friedberg Stärke zu demonstrieren. Mit dabei waren dabei prominente NPD-Bonzen wie etwa Bundesvorsitzender Voigt. Klar, dass wir uns da nicht lange bitten ließen, an der Gegendemonstration des Aktionsbündnisses „Wetterau gegen Nazis“ teilzunehmen – rechtslastiges und fremdenfeindliches Gedankengut dürfen ihn unserer Gesellschaft keinen Platz haben!
Und wir waren teilweise erfolgreich, bis zum Nachmittag war wenig bis gar nichts von ihnen zu sehen – die geplante Route wurde durch die Gegendemonstrationen verhindert. Dann aber beschloss die Polizei die Nazis über einen Umweg zu ihrer Route zum Bahnhof zuführt, wo sie schließlich ihre Kundgebung halten konnten.
Weniger erfolgreich bzw. deutlichst zu kritisieren war auch das sonstige Auftreten der Polizei, die nicht nur durch massive Überpräsenz auffiel, sondern durch ihr ebenso übertriebenes sowie weitgehend sinnfreies Absperrverhalten. Am Ende wurde dann noch eine Demonstrantengruppe, darunter auch am Geschehen völlig unbeteiligte Friedberger, offensichtlich rechtswidrig eingekesselt und somit ein klarer Fall von Freiheitsberaubung begangen. Die GJH hat auch zügig eine Pressemitteilung zu der Problematik veröffentlicht.
Ausführliche Berichtesammlung auf der Homepage der Anti-Nazi-Koordination
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